Zum Inhalt springen

30. Januar 2020 - Generalversammlung des Heimatvereins

Gut besucht war die Mitgliederversammlung am 30. Januar 2020 in Saal der Gaststätte Artkamp-Möllers. Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht auf der Agenda. So blieb mehr Zeit, auf kommende Aktionen und das Jahresprogramm hinzuweisen. Ein Projekt ist dabei der Waldlehrpfad auf Harkotten, auch am Heimathaus sind weitere Arbeiten geplant. Besonders auf den kommenden Freitag (7. Februar) freuen sich die Verantwortlichen. Dann wird ab 19.oo Uhr der Stummfilmklassiker "Nosferatu" aus dem Jahr 1921 im Heimathaus gespielt. Der Film wird von Livemusik begleitet.
Den nächsten Termin - 23.3.2020 - hat die Heilpraktikerin Maria Krützkamp unter das Thema "Wie entsteht Gesundheit" gestellt.

Maren Funke und Mareike Wessel stellten einen groben Entwurf des neuen Projektes für den Kreisel an der Sassenberger Straße vor. Die Geschichte Füchtorfs soll durch Darstellungen von Plaggen- und Spargelstechern ebenso aufgegriffen werden, wie die Auszeichnung "Dorf mit Zukunft". Die Vorarbeiten hierfür wurden schon in Angriff genommen. Zur Eröffnung des "Spargelfrühlings" am 19.04.2020 soll die neue Gestaltung des Kreisels abgeschlossen sein.

Traditionelle Termine in diesem Jahr sind die Teilnahme am Spargelfrühling, der Sommersonnenwendfeier am 21. Juni, dem Freundschaftstreffen am Dreiländereck am 28. Juni, den Ferienspieltagen - neu: eine Familien-Radtour auf der "Unkemännerroute" - . Hierzu eingeladen sind auch besonders die Neubürger Füchtorfs, denn es gibt dort viel zu sehen. In 2020 fehlen natürlich auch nicht die beliebten Fahrradtouren und die gemeinsamen Wanderungen.
Näheres zum Programm: auf dieser Homepage unter Jahresprogramm 2020.

In weiteren Verlauf des Abends verlas Johannes Kleine Hörstkamp den Kassenbericht. Nachdem die Kassenprüfer keine Unstimmigkeiten feststellen konnten, wurde der Vorstand entlastet und Heinrich Wessel zum neuen Kassenprüfer ernannt.

Abgerundet wurde die Versammlung, die mit einem gemeinsamen Essen eingeläutet worden war, mit einem weiteren Klassiker: Dem Film aus "Alten Zeiten". Dieses Mal handelte es sich dabei um historische Luftaufnahmen des Spargeldorfes sowie Aufnahmen von der Fällung der Liebestanne auf Harkotten im Jahr 1982 und die Pflanzung der neuen Tanne 2019.

(Text: Auszüge: WN/Ch.Irmler vom 3.2.20 - Die Glocke ap/1.2.20 - Anita Laumann)

 

 

 


19. Januar 2020 - Winterwanderung durch den Waterort

"Wir gehen bis zum Gut Bohlen, dem ehemaligen Witwensitz derer von Ketteler", sagte Clemens Knappheide vom Heimatverein Füchtorf und war sofort in seinem Element. "Ein ehemals landtagsfähiges Gut", führte er aus, "also mit Recht auf einen Sitz im Landtag. Bis  ihnen dieses durch das Rittergut Oedingberge abgelaufen wurde". Vermutlich gibt es nichts, was Clemens Knappheide über das Spargeldorf und seine Geschichte nicht weiß.

Zum Wintersparziergang des Heimatvereins am Sonntagmorgen hatten sich rund 60 Interessierte eingefunden, die sich auf den rund zweistündigen Weg machten und dabei Knappheides Ausführungen folgen wollten. "Wie gehen durch den Waterort", erläuterte der Heimatkundler. Nicht ohne anzufügen, dass der Begriff durch das viele Wasser entstanden ist, das sich hier früher fand. "Und dann in das Königreich Hannover" lachte er, sprach aber gleich danach von der renaturierten Bever. So konnten die Anwesenden in etwa einschätzen, wo der Weg lang ging, der sie im Anschluss wieder zum Ausgangspunkt, dem Geflügelhof Möllenbeck, zurückführte. Dort konnten sich die dann hungrigen Spaziergänger auf Leber- und Wurstebrot freuen, das zu fairen Preisen angeboten wurde.

(Text: "Die Glocke"jor/21.01.2020)


07. Februar 2020 - Stummfilmabend mit Live Musik im Heimathaus

Die Zuschauer durften sich am Freitagabend auf einen außergewöhnlichen Abend freuen. Der Filmklassiker "Nosferatu" aus dem Jahre 1921 versprach ordentliches Gruseln und auch mysteriöse Geschichten aus dem beschaulichen Füchtorf trugen zu spannenden Stunden bei.

Für Anja Kreysing und Helmut Buntjer, im Münsterland bekannt als das Duo "This honourable fish", sind Stummfilme etwas Besonderes, die sie mit ihren Instrumenten schon seit vielen Jahren begleiten. Packende Live-Musik war da garantiert. "Wir wollen weg von der bekannten Art, Filme zu konsumieren", sagen die beiden Musiker. "Wir wollen sie kommentieren, konterkarieren und respektieren." Der Posaunist Helmut Buntjer hatte Dracula und Co auf 65 Minuten zusammengeschnitten und mit Zwischentiteln versehen. "Es wird keine Minute still sein", versprach Buntjer. "Wir wollen mit unseren Intrumenten die Atmosphäre rüberbringen". Während Schauspieler und Musiker Buntjer aus seiner Posaune ungewöhnliche Geräusche zauberte, nahm Anja Kreysing, im Hauptberuf Lehrerin für Kunst und Erdkunde in Telgte, ihr Akkordeon zur Hand. "Und dann kommen auch zuckersüße Melodien heraus", sagte Kreysing mit einem Lächeln im Gesicht. "Es ist toll, wenn man sich austoben kann und stilistisch nicht eingeschränkt ist". freute sie sich auf den Abend mit Event-Charakter. Nebenbei wurden Kaltgetränke und Snacks serviert.

Zwar standen standen der Stummfilm "Nosferatu" und die beiden Musiker im Mittelpunkt des Abends, aber nur im Hauptteil. Bevor der Film also über die Leinwand flimmerte, ergriff Clemens Knappheide das Wort. "Ich werde euch heute Spökengeschichten vortragen", versprach er den Gästen. Und tatsächlich, die schaurig-schöne Geschichte von der legendären "Weißen Dame", einmal ganz anders wie die Füchtorfer sie kennen, sorgte für große Aufmerksamkeit. Vom Spanungsfaktor her kann sie sich ganz sicher mit jeder modernen Gruselgeschichte messen.

Dann hieß es: Film ab. Dracula und Co, hatten jetzt das Sagen. Begleitet wurde der Film "Nosferatu" live von Anja Kreysing und Helmut Buntjer "This honourable Fish", der Sperzialband für Spezialeffekte und dem Hang zum Drownigen und Beseelten - Posaune und Akkordeon mit Elektronik auf bisher ungehörte Weise. Aber auch ein Liebeslied wurde gespielt. Anja Kreysing und Helmut Buntjer betreiben das Label "Schwarzweiss ist die bessere Farbe", die Plattform für außergewöhnliche Filmkonzerte an ungewöhnlichen Orten im Münsterland. Unterstützt wird das Projekt vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

(Text: "Die Glocke" ca./11.2.2020)