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März 2021 - Verleihung des Sassenberger Heimatpreises

Das Coronavirus - der große Verhinderer. Auch die Verleihung des ersten Sassenberger Heimatpreises, der im vergangenen Jahr ausgelobt worden war, sollte schon lange über die Bühne gegangen sein. Jetzt machte Bürgermeister Josef Uphoff Nägel mit Köpfen und begrüßte die Preisträger zu einer corona-bedingten nüchternen Übergabe im Rathaus.

Bekannt sind die Preisträger schon seit Ende Oktober 2020, als Josef Uphoff die Namen im Stadtrat nannte. Die Jury vergab unter 16 Bewerbungen zwei erste Plätze, zwei zweite Plätze und einen dritten Platz. Die Preisträger des Jahres 2020 sind der Heimatverein Füchtorf und das Ferienlager der Sassenberger kath. Pfarrgemeinde (je 1.500 Euro), das Nikolaus Komitee Sassenberg und die KJLB Sassenberg-Dackmar (je 750 Euro) sowie der Heimatforscher und Lokalhistoriker Hans Christoph Fennenkötter (500 Euro). Die Auswahl der Sieger sei schwer gefallen. "Jeder, der sich beworben hatte, hätte auch den Heimatpreis verdient gehabt", betonte der Bürgermeister. Das Geld wurde vom Land NRW zur Verfügung gestellt, um der Beschäftigung mit der Heimat "neuen Schwung" zu verleihen. Auch in diesem Jahr soll es wieder eine Ausschreibung geben. Über das Bewerbungsverfahren werde rechtzeitig informiert, kündigte Josef Uphoff an.

Josef Uphoff ging kurz auf die Verdienste der Gewürdigten um die Heimat ein. Zudem dankte er ihnen für den ehrenamtlichen Einsatz. Der Heimatverein Füchtorf bemühe sich seit 1954 darum, die Vergangenheit zu erforschen, die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft des Ortsteils zu entwickeln. Ob es um Geselligkeit oder um soziale Angelegenheiten gehe, in Füchtorf sei der Heimatverein immer mit dabei, lobte Josef Uphoff. Der Füchtorfer Heimatverein will mit dem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro die zur Ruhe einladenden Wegebänke neu beplanken, kündigte Gregor Krützkamp an. Die rund 25 Sitzgelegenheiten seien in die Jahre gekommen. Nun will der Heimatverein sie wieder in einen ordentlichen Zustand bringen. Mit den Arbeiten hat der Heimatverein inzwischen auch schon begonnen.

(Textauszüge und Fotos: "Die Glocke" dan/31.03.2021)


24. September 2020 - Einweihung des Baumlehrpfades auf Harkotten

Rund um das Herrenhaus Harkotten können Spaziergänger nun einem Waldlehrpfad folgen. Dabei liefen die Planungen seit vielen Jahren, wie Ferdinand Freiherr von Korff im Rahmen der offiziellen Einweihung betonte. Schon sein Vater habe vor mehr als zehn Jahren das Gespräch mit der Grundschule gesucht und das Aufstellen von Holzschildern angeregt.

"Reden ist immer gut, aber man muss es auch tun", so von Korff. "Hier hat der Heimatverein die Führungsrolle übernommen." Für den Heimatverein ergriff Gregor Krützkamp das Wort. "Das ist wieder ein Zeichen, dass die Füchtorfer Vereine zusammenarbeiten." Clemens Knappheide sei indes "der Motor" hinter der gemeinsamen Aktion. Die Finanzierung des Lehrpfads übernahm derweil die Stadt Sassenberg.

Franz Stockmann, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft deutscher Wald, nahm gemeinsam mit Geschäftsführer Wolfgang Schulze an der Eröffnung teil. "Wir haben dieses Projekt sehr gerne unterstützt. Das ist ein Ausschnitt der westfälischen Flora. Insgesamt, so fuhr Stockmann fort, seien 13 Baumarten im Wald rund um das Herrenhaus zu finden. Darunter viele heimische Arten, aber auch klimastabile Bäume." Neben Platanen können Spaziergänger auch an der ursprünglich aus Amerika stammenden "Großen Küstentanne" oder auch Douglasien vorbeikommen.

Marlies Borisch, Schulleiterin der Grundschule, war ebenfalls voll des Lobes. "Es ist schön, dass wir zusammenarbeiten konnten. In Zukunft würden Schulklassen öfters den Lehrpfad wandern und so in der Natur lernen." Im Anschluss an den gemeinsamen Rundgang lud Freiherr von Korff zum gemeinsamen Grillen ein.

(Text: "WN/Chr.Irmler/28.09.2020).

Klimaschutzpreis für den Heimatverein

"Das ist ein schöner Anlass" freute sich Bürgermeister Josef Uphoff bei der Überreichung des Klimaschutzpreises an den Heimatverein Füchtorf. Dieser Preis in Höhe von 1.000,-- Euro wird von der Westenergie (vormals "Innogy") ausgelobt. Mit der Auszeichnung soll die Errichtung des neuen Baumlehrpfades im Harkottener Wald aber zugleich auch die kontinuierliche Arbeit des Heimatvereins gewündigt werden. Denn der Verein nehme regelmäßig schöne Projekte in Angriff, unterstrich Josef Uphoff. Der Heimatverein ist nicht zum ersten Mal Empfänger des Klimaschutzpreises. Bereits im Jahr 2016 erhielt er die gleiche Summe für seine vielfältigen Maßnahmen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Es sei unbestritten, dass der Wald ein wesentlicher Bausstein des Klimaschutzes ist, auch wenn er sich insgesamt in einem sehr schlechten Zustand befindet. Der Baumlehrpfad kläre vor allem die nachfolgende Generation über die Bedeutung des Waldes auf und leiste damit einen wichtigen Beitrag zum zum KLima- und Umweltschutz.

Clemens Knapheide, stellvertr. Vorsitzender des Heimatvereins, nahm die Auszeichnung mit Freude entgegen und bedankte sich in einer kurzen Rede. "Das Geld sei gut angelegt, versprach er. "Denn Ideen haben wir schon". Bei der Auszeichnung waren außerdem mit dabei: Maria Kemper und Manfred Rickhoff (beide Westenergie), Bürgermeister Josef Uphoff, Marlies Borisch (Heimatverein), Guido Fischer (Sassenberger Tourismusverein), Ferdinand von Korff und Johannes Philipper (stellvertr. Bürgermeister).

(Text: A. Laumann, 21.11.2020)

 

 

 


Juni 2020 - Unkemänner-Route Sassenberg/Füchtorf - Maßnahme des Heimatvereins Füchtorf und der Tourismusgemeinschaft

Die Unkemänner-Route ist rund 25 km lang und führt Radler durch Sassenberg und Füchtorf. Damit diese Route noch ein wenig attraktiver wird, haben sich der Heimatverein Füchtorf und die Tourismusgemeinschaft etwas einfallen lassen. An mehreren Zwischenstopps auf der Strecke sind nun Hinweis-Tafeln und Schilder von Clemens Knappheide, Gregor Krützkamp, Rüdiger Völler, Josef Hälker und Bernhard Rothaus angebracht worden. Diese sollen erläutern, wo sich der Radfahrer gerade befindet und welche Bedeutung dieser Zwischenstation zuzuordnen ist.

19 Stationen empfehlen der Heimatverein Füchtorf und die Tourismusgemeinschaft:

1.   Auerochsendenkmal: 1844 fand man im Moor des Skelett eines Auerochsen, welches im geologischen Museum zu Münster ausgestellt ist.
2.   Hof Niemerg: Bisongehege
3.   Rippelbaumer Dorfmitte: Zentraler Treffpunkt für Feierlichkeiten und Rastplatz für Touristen.
4.   Gestüt Lindenhof: Dort bekam die Stute Halla (von Hans-Günter Winkler) ihr Gnadenbrot. Frühere Trainigsstätte von Olympiasiegerin Monika Theodorescu.
5.   Dreiländereck: Grenzen der Bistümer Osnabrück, Münster und Paderborn.
6.   Cholerafriedhof: Wurde 1915 von französischen Kriegsgefangenen eingeebnet.
7.   Pension Buschkotten Nettelstroth: Bauernmuseum und jährlicher Bauernmarkt.
8.   Atlas: Goswin Lübbert von Ketteler machte die Fugur 1729 seiner Frau zum Geschenk.
9.   Eiskeller: Als stromloser Kühlschrank wurden dort die Getränke für die feine Gesellschaft gekühlt.
10. Ehemalige Volksschule: Die alte Schule wurde 1901 erbaut, 1963 erweitert und 1988 geschlossen.
11. Liebestanne: Wegen Alterserscheinungen wurde die Liebestanne 1982 gefällt (150 Jahre alt). Der Tradition nach mussten Liebespaare dreimal und die Tanne tanzen, ohne in den Bach zu fallen, um eine glückliche Beziehung zu führen.
12. Schlossanlage Harkotten: Herrenhausmuseum und Café Wappensaal.
13. Unkemänner: Wegelagerer und Gesindel, das Kaufleute überfiel.
14. Düpekreuz: Das Kreuz ist die ehemalige Taufstätte.
15. Weißes Kreuz: Sühnekreuz und ehemalige Richtstätte des Gogerichtes Harkotten.
16. Mammutdenkmal: Bei Arbeiten wurden Mammutknochen gefunden.
17. Rastplatz Straubenruh: Von dort wurde bis 1864 der Bau der Straße Füchtorf-Sassenberg geleitet.
18. Heppel: Die sogenannte Heppel ist die höchste Sanddüne in Füchtorf. Laut einer Sage der Treffpunkt der Hexen.
19. Füchtorfer Venn: Naturschutzgebiet, Brutstätte von seltenen Vogelarten. Dort wurde bis 1923 Torf gestochen.

Weitere Informationen unter www.tourismus-sassenberg-fuechtorf.de oder mit einer E-Mail an ruediger.voeller@t-online.de.