Generalversammlung des Heimatvereins am 22. Januar 2026
Mit mehr als 90 Gästen war die diesjährige Generalversammlung vom Füchtorfer Heimatverein bei Artkamp Möllers gut besucht. Der Vorsitzende Gregor Krützkamp konnte von einem guten Jahr mit schönen Begegnungen berichten. Das Wetter war durchweg sonnig und die Veranstaltungen seien gut besucht gewesen.
Der stellvertretende Bürgermeister Klaudius Freiwald warb für junge Menschen in den Vereinen, denn die Heimat lebe nicht von Gebäuden oder Satzungen, sondern von Menschen, die sich engagieren.
Es folgten der bebilderte Jahresrückblick durch den Vorsitzenden und der Kassenbericht 2025, den Kassierer Johannes Kleine Hörstkamp vortrug.
Nach der Entlastung des Vorstandes wurde das aktuelle Programm vorgestellt. Neben den gewohnten Treffen mit den Nachbarorten, Fahrten und Wanderungen können sich die Füchtorfer am 19.11.2026 beim Kulturabend auf die Künstlerinnen Theresa Sperling und Jessica Spanke bei einem Abend voller Wortklang, Poesie und vocal-musikalischer Darbietung in Saal Artkamp freuen.
Angelaufen ist auch die digitale Archivarbeit, erste Schulungen und Sichtungen sind erfolgt, um wertvolle Dokumente für die Nachwelt zu eralten.
Der Verein wird sich auch für die Verschönerung des Ortsbildes an den Kreisverkehren einsetzen.
Heimatforscher Clemens Knappheide berichtete anschließend über die Entstehung und Entwicklung der "Kirchhofsburg von Füchtorf". Er beschrieb dabei auch die Entwicklung der angrenzenden Häuser bis in die heutige Zeit hinein. Die Anwesenden konnten dieses mit Bildern auf der Leinwand nachverfolgen.
(Text: "Die Glocke" gl/10.02.2026)
Winterwanderung auf Harkotten mit Möppkenbrot- und Bratleberwurstessen beim ehem. Ziegenhof Eusterwiemann am18. Januar 2026
am Sonntag, den 18. Januar traffen sich ca. 80 Interessierte bei Eusterwiemann, dem ehem. Ziegenhof, um an der Winterwanderung zur revitalisierten Bever auf Harkotten teilzunehmen. 13 Jahre hat es von der ersten Planung bis zum Rollen der Bagger gedauert, bis jetzt ein hoch komplexes Projekt auf einem Abschnitt von rd. 2 km vor dem Abschluss steht.
Die in den letzten Jahrhunderten stark ausgebauten Gewässer sollen nach Informationen von Felix Homann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband in einigen Bereichen wieder zurückgebaut werden in einen annähernd natürlichen Verlauf mit wechselnden Strukturen in und um das Gewässer. Ziel dabei ist es, dass Weiterziehen der Tiere zu vereinfachen. Im Speziellen wurden auf Harkotten mehrere Betonstaustufen ausgebaut. Diese bildeten ein unüberwindbares Hindernis für wandernde Tierarten und wurden deshalb durch Raugerinne ersetzt und sind somit für Fische deutlich leichter zu überwinden. Es war aber nicht die einzige Maßnahme und Hürde.
Davon überzeugten sich auch die Wanderer des Heimatvereins. Christina Vogel (s.Foto) vom Amt für Umweltschutz und Straßenbau beim Kreis Warendorf erklärte den Interessierten, wieviel Detailplanung vorab notwendig war, um die Maßnahme umzusetzen. Ein Problem: die Doppelschlossanlage Harkotten im ehemaligen Sumpfgebiet steht auf Eichenpfählen und ist von Gräften umgeben, die bis heute einen bestimmten Wasserstand halten müssen, um die Gründung der historischen Bauwerke zu schützen. Die Analysen benötigten viel Zeit. Es mussten diverse Gutachten erstellt werden. Die Wechselwirkung der Maßnahme auf die sensible Umgebung wurde durch Monitoring der Grundwasserstände erfasst. Eine detailliete Beschreibung ist in der Glocke vom 30.1.2026 (s. Foto) zu lesen.
Die komplizierte Maßnahme wurde deshalb erst im Sommer 2025 begonnen und soll im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden. Die Kosten hierfür werden zu 80 % von der Bezierksregierung und zu 20 Prozent vom Kreis Warendorf getragen, so daß für die Stadt Sassenberg keine weiteren Kosten entstehen. Wichtiger Hinweis: Das Betreten der Baustelle ist auch später im Renaturierungsbereich verboten.
Nach dieser Wanderung mit den umfangreichen Informationen konnten sich die Teilnehmer und andere Besucher über die bei Eusterwiemann zubereitete Bratleberwurst mit Äpfeln und Wurstebrot freuen. Dieses gemeinsame Essen gehört traditionell als Abschluß des Tages dazu.
weitere Fotos und Infos siehe: Fotogalerie 2026
Textauszüge: Die Glocke vom 30.1.2026 (Benedikt Miketta, gl)